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Die Stadt Sokolka und ihre nächste Umgebung ziehen Anhänger
der Ruhe, Sülle sowie der unberührten Natur an- Die Wälder,
saubere Luft sowie das abwechslungsreiche Gebiet mit
zahlreichen Hügeln – das alles schafft ausgezeichnete
Bedingungen für die Erholung sowie für die Wanderungen und
Radtouren.
Aus der Gründungszeit der Stadt Sokolka - aus dem 16,
Jahrhundert - erhielt sich das architektonische System in der
Stadtmitte mit dem Markt, den anliegenden Straßen und den Häusern,
die an die Zeiten von Anton Tyzenhauz erinnern. Die
neoklassizistsche Kirche wurde mit fünf Schiffen und zwei
Kapellen im Jahre 1848 erbaut. Die Ecken der Fassade schmückt
der toskanische Säulengang, gekrönt mit einer Attika und
Statuen der vier Evangelisten. 18 Jahre früher wurde hier die
griechisch-orthodoxe Kirche (in Form eines griechischen Kreuzes)
errichtet, Das Innere der Kirche schmücken ein einstöckiger
Ikonostas, das Gemälde das „Letzte .Abendmahl" und
das absenkbare Gemälde der Muttergottes im Rahmen aus Lowra
Poczajowska. Das Gemeinschaftliche Museum der Region Ziemia
Sokolska lädt zur Besichtigung der historischen und tatarischen
Abteilung, der, Abteilung für Volkskunst sowie der
Gedenk-kammer für Piloten Lewoniewski. Die äuberste
Seltenheit ist die tatarische Route, die u.a. über die Ortschaft
Bohoniki (7 km von Sokolka entfernt) führt. Hier befinden sich
eine Moschee aus dem 19. Jh. und ein moslemischer Friedhof (mizar).
In Sokolka und in der Umgebung werden die Sokolka-Pferde gezüchtet.
Die Tiere zeichnen sich durch einen starken Körperbau aus und
werden von zahlreichen ausdauernden Züchtern gehalten. Jedes
Jahr werden Ausstellungen, Auktionen und Paraden von Gespannen
veranstaltet.
Von der Stadt aus kann man ohne weiteres nach Grodno, Lida und
in andere Städte in Weißrussland gelangen. Berühmte Jahrmärkte,
die montags stattfinden, versammeln viele Käufer und Kunden.
„Orienty
Sokolskie“ heißt die wichtigste Regional-veranstaltung,
die hier seit über zwanzig Jähren organisiert wird.
Es ist eine einzigartige Form der Begegnung mit der
Tatarenkultur. Dank der einmaligen Thematik dieser
Veranstaltung erfreut sich „Orienty“ eines großen
Rufes im ganzen Polen und hat einen zahlreichen
Enthusiastenkreis gewonnen.
Seit fünfzehn Jahren finden hier auch die Treffen der
Musizierenden Familien statt. Zu dieser Veranstaltung werden die
Teilnehmer aus der ganzen Woiwodschaft eingeladen. Die beiden
Vorhaben werden von dem Kulturhaus in Sokó³ka organisatorisch
betreut.
Das Kulturhaus in Sokolka gilt als Animateur des Kulturlebens in
der Stadt. Unter seinen Auspizien tanzt das Ensemble „Wiercipiety“,
singt der Gesangverein „Ewelinki“, spielt
„Iluzjon“, Hier treffen sich die Plastiker, Chorsänger
- Senioren, Kinofreunde.
Im Kino-Theater „Sokol“ finden die wichtigsten
Kulturveranstaltungen sowie das Forum des Diskussionsfilmklubs
„Fantom“ statt.
In einem der ältesten Gebäude der Stadt, das von Antoni
Tyzenhauz im XVIII, Jahrhundert erbaut wurde. hat das Öffentliche
Museum der Region Sokolka
seinen Sitz. Hier kann man sich u.a. mit den Anfängen
der Siedlungen von Tataren auf den Gebieten Polens
und Litauens sowie mit deren Kultur und Bräuchen bekannt
machen. Der Geschichte polnischer Tataren wurde im Museum eine
separate Abteilung gewidmet.
Die nahe liegenden Orte Bohoniki und Kruszyniany
werden von den Nachkommen dieser exotischen Einwanderer
aus dem Osten bewohnt.
Die
Stadt liegt in der Woiwodschaft Podlaskie. Hier befinden sich
die Sitze des Landratsamts und der Selbstverwaltung der Gemeinde.
Im Osten grenzt die Gemeinde an Weißrussland und im Westen an
Puszcza Knyszynska
(Knyszynska Urwald).
Durch die Stadt Sokolka (20 000 Einwohner) verläuft die
intcrnationale Straße und Eisenbahnlinie von Warszawa nach
Wilno, Ryga, Sankt Petersburg, Minsk und Moskau. Sokolka ist 16
km von dem Grenzübergang in Kuznica Bialostocka entfernt. An
der Straße Nr. 18 wird der Transitverkehr immer stärker. Täglich
fahren hierdurch in beiden Richtungen circa 1000 LKWs aus vielen
Ländern Europas. Deswegen baut man in Sokolka und in der nächsten
Umgebung der Stadt zahlreiche Parkplätze und Motels.
Im hiesigen Güterbahnhof, zum dem die Breitspur-bahnlinie aus
Grodno zugeführt worden ist, werden Stückgüter sowie
Massenwaren verladen. Diese Infrastruktur ist für die
Entwicklung von kleinen Firmen günstig, die sich mit
internationalem Handel und mit der Spedition beschäftigen.
Die Bedeutung der strategischen Lage von Sokolka an den
internationalen Verkehrsstrecken im Grenzgebiet der Republik
Polen kann nach dem Jahre 2002 (?) noch steigen, wenn Sokolka
zur Grenzstadt der Europäischen Union wird.
In der Stadt und Gemeinde sind über 1200 Firmen tätig. Nur 40
davon gehören zum staatliehen Sektor. Die sonstigen Firmen sind
Gesellschaften oder Privatfirmen und beschäftigen 65% von der
Gesamtanzahl der in der Wirtschaft beschäftigten Personen.
Die Industrie entwickelt sich dank der Verwertung von hiesigen
Rohstoffen: Holz, Agrarprodukten und Zuschlagstoffen. Die Firma
Sokolka Okna i Drzwi SA (Fenster und Türen AG) - einer der größten
Produzenten von Fenstern und Türen aus Holz in Polen -
pro-speriert sehr gut. Dieser Betrieb beschäftigt fast 900
Personen. Er modernisiert und optimiert stets seine Erzeugnisse,
die sowohl im Inland als auch in Ausland ihre Abnehmer finden.
Zum Verkaufsschlager der letzten Jahre wurden die
Dreischeibenfenster, die mit Ökofarben gestrichen sind.
Die Bezirksmolkereigenossenschaft, die ihre Palette von
Produkten stets
erweitert, funktioniert ebenfalls sehr gut. Die Kunden
kaufen sehr gerne Kefir von Sokolka,
Tatarenkäse und Joghurt in verschiedenen
Geschmacksrichtungen.
Auf dem Gelände der Gemeinde Sokolka befinden sich zwei Gruben
der Zuchlagstoffe: in Zadworzany und Kundzin. Sie versorgen mit
diesen für das Bauwesen so wertvollen Rohstoffen zahlreiche
Unternehmen und Baustellen in nordöstlichem Polen. Diese
beiden Gruben bilden die Grundlage für die Entwicklung
der Produktion von Baustoffen in Sokolka.
In den letzten Jahren haben hier ihre Sitze und günstige
Existenzbedingungen einige neue Firmen gefunden.
Die Firma GTX Hanex Flastic ist Hersteller von PET-Flaschen, Sir
beschäftigt sieh auch mit deren Wiederverwertung, Das
Unternehmen „Saga" hat dagegen eine große
Pumpenstation zum Umpumpen von Propan Butangas aus den
russischen in die polnischen Einsen-bahnkesselwagen und Straßen-Tankwagen
in Betrieb genommen. Sie hat auch eine Füllstelle für
Gasflaschen eröffnet und Vertriebsnetz für Flüssiggas
organisiert.
Auf den Gelände der Stadt und Gemeinde sind viele Firmen tätig,
die von einigen bis zu
einigen zehn Personen beschäftigen. Circa 50% von diesen
Firmen beschäftigen sich mit Handel. Die sonstigen Firmen
befassen sich mir Dienstleistungen und Produktion.
Im Rahmen der Realisierung von Ökopolitik wurde im Jahre 1995
mit großem Aufwand von Mitteln eine moderne,
mechanisch-biologische Kläranlage mit der Durchlässigkeit von
6.000 m3 pro Tag in Betrieb genommen.
Die mit Hilfe dieser Kläranlage gereinigten Abwässer erreichen
zur Zeit solche Parameter, die in den Ländern der Europäischen
Gemeinschalt nach dem Jahre 2000 gelten werden.
Dank dieser modernen Kläranlage zählen die Flüsse auf dem Gebiet
der Gemeinde zur I. und II. Klasse der Sauberkeit.
In der Stadt befinden sich freie Gelände mit der Bestimmung für
den Bau von Objekten für den Berdarf der Dienstleistungen im
Bereich der Gastronomie und des Fremdenverkehrs, von
Produktionsbetrieben, Großhandlungen. Eine Privatfirma
realisiert das Vorhaben unter der Bezeichnung Ostmesse des
Grenzgebietes. Dieses Objekt verfügt über 500 Handelsstände,
eine Wechselstube, gastronomische Einrichtungen, Fernmeldenetz.
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